Das Nachtwächteramt | Drucken |

In den mittelalterlichen Städten und Dörfern hatte der Nachtwächter wichtige Aufgaben zu erfüllen.
Nachts musste er durch die Straßen und Gassen gehen, und für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Er hatte dafür zu sorgen, das Haustüren und Stadttore verschlossen waren, und warnte die schlafenden Bürger vor Feinde und Dieben.
Eine seiner Hauptaufgaben war es, auf den Ausbruch eines Feuers zu achten, da alle Häuser eine offene Feuerstelle hatten. Hinzu kam, dass die Häuser aus leicht brennbarem Material gebaut waren. Jahrhunderte lang stellte das Feuer eine der größten Gefahrenquellen dar.
Zur typischen Ausrüstung gehörten die Hellebarde, eine Laterne und ein Horn.
Das Amt des Nachtwächters war zu dieser Zeit nicht sehr begehrt, war die Entlohnung doch schlecht, und allein von dieser Tätigkeit konnte man nicht leben. So waren es oft arme Leute, oder Sonderlinge der Stadt, die diese Aufgabe ausübten.
Auf der anderen Seite war der Nachtwächteraber eine ganz wichtige Person in einer gut funktionierenden Stadt oder Dorfgemeinschaft. Er war zwar arm, hatte aber Dank seiner Aufgabe viele Vorteile und Privilegien.
Der Beruf des klassischen Nachtwächters ist heute ausgestorben, und wird nur noch als touristische Attraktion für die Gäste der Stadt durchgeführt.